Baader Bank AG: Kapitalmarkt bleibt volatil - DAX zum Jahresende bei 5.400: Baader Bank: Kapitalmarkt bleibt volatil - DAX zum Jahresende bei 5.400
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DGAP-Media / 26.09.2011 / 11:49

Baader Bank: Kapitalmarkt bleibt volatil - DAX zum Jahresende bei 5.400

Unterschleißheim, 26. September 2011

Der Deutsche Aktienindex DAX wird nach Einschätzung der Baader Bank AG, Unterschleißheim, auch in den kommenden Monaten von einer hohen Schwankungsbreite gekennzeichnet sein. 'Solange die Spannungen an den Kreditmärkten anhalten und sich in den Konjunkturindikatoren noch keine Stabilisierung abzeichnet, ist das Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten begrenzt', sagte Gerhard Schwarz, Leiter Aktienstrategie im Baader Bank Equity Research, auf der 1. Baader-Derivatekonferenz, die heute in Unterschleißheim stattfindet.

Zum Jahresende wird der DAX nach Ansicht der Baader Bank bei rund 5.400 Punkten notieren. 'In diesem Umfeld sollten sich Investoren vor allem auf kürzerfristige Trading-Aktivitäten fokussieren. Dazu bieten sich insbesondere derivative Instrumente an, um Marktrisiken zu steuern und Chancen flexibel zu nutzen', betonte Schwarz.

Strategische Kauf-Niveaus könnten sich nach Ansicht des Aktienstrategen in den nächsten Monaten ergeben, wenn der DAX bis in den Bereich 4.500 bis 5.000 Punkte zurückfallen sollte. 'Auf diesem Niveau würde der DAX auf Höhe des Buchwerts der im Index enthaltenen Unternehmen notieren, was eine markante fundamentale Unterstützung darstellen sollte', sagte Schwarz. So fanden die beiden letzten vergleichbaren Kursrückgänge 2003 und 2009 in etwa auf diesem Bewertungsniveau ihr Ende. Im Anschluss daran folgte jeweils eine deutliche Erholung der Märkte.

'Auf Sicht der nächsten Wochen spricht die Unsicherheit über wichtige Einflussfaktoren für den deutschen Aktienmarkt jedoch eher für weitere Belastungen', so Schwarz weiter. So deuteten die rekordniedrigen Renditen von Staatsanleihen aus Kernländern wie Deutschland und den USA auf eine signifikante Eintrübung des Ausblicks für die Weltwirtschaft hin, der sich erst allmählich in den Gewinnschätzungen niederschlagen werde. Die Aktienkurse hätten dies zwar schon teilweise vorweggenommen. Neues Aufwärtspotenzial sollte sich jedoch erst dann eröffnen, wenn das Ausmaß der konjunkturellen Eintrübung besser abschätzbar werde. Solange die schwache Entwicklung der ökonomischen Frühindikatoren anhalte, sei davon auszugehen, dass sich der Abwärtstrend in den Konsensschätzungen für die Unternehmensgewinne noch weiter fortsetzen werde. Im Konsens werden derzeit für europäische Unternehmen immer noch Gewinnsteigerungen von 12 Prozent für das laufende Jahr und 9 Prozent für 2012 erwartet.

Für den Aktienmarkt bedeutet dies, dass die optisch günstige KGV-Bewertung in den nächsten Monaten durch signifikante Abwärtsrevisionen in den Gewinnschätzungen relativiert werden dürfte. Zudem ist eine nachhaltige Erholung in den Bewertungsrelationen nicht zu erwarten, solange sich die Risikoprämien an den Kreditmärkten nicht nennenswert zurückbilden und die Aktionen der politischen Entscheidungsträger den Markterwartungen hinterherhinken. Dies gilt zum Beispiel für die im Markt bereits seit Juli aufkeimenden Erwartungen einer Leitzinssenkung, wohingegen die EZB erst vor gut zwei Wochen von ihrer im Frühjahr diesen Jahres eingeleiteten Zinserhöhungspolitik abgerückt ist.

In einer Sektorbetrachtung dürften sich weniger konjunkturabhängige Unternehmen aus den Bereichen Pharma, nicht-zyklischer Konsum (Nahrungsmittel) sowie Technologie (Software) aufgrund ihrer defensiven Eigenschaften zunächst noch besser entwickeln als zyklische Unternehmen. Solange die Belastung durch die Schuldenkrise anhält, dürften sich Banken, Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen, schwächer als der Gesamtmarkt entwickeln. Da diese Branchen in erster Linie vom Heimatmarkt abhängen, sind sie von der Verschlechterung der Bonität der Staaten und den damit einhergehenden Konsolidierungserfordernissen in den öffentlichen Haushalten überdurchschnittlich betroffen.

Die Referenten der 1. Baader-Derivatekonferenz kommen aus folgenden Häusern: Alceda Fund Management S.A., Assenagon Asset Management S.A., Conservative Concept Portfolio Management AG, Ithuba Capital AG, Talanx Asset Management GmbH, Technischen Universität München, VIP Value Investment Professionals AG und Baader Bank.

Medienpartner der Veranstaltung ist das DAF Deutsches Anlegerfernsehen (www.daf.fm), das auch über die Konferenz berichten wird.

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Ansprechpartner:

Thomas Spengler Baader Bank Aktiengesellschaft Leiter Unternehmenskommunikation Postfach 1102 85701 Unterschleißheim Tel: 089/5150-1030 Fax: 089/5150-291030 Mobil: 0160/7188830 Email: Thomas.Spengler@Baaderbank.de

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