München (ddp). Der Bundesverband freier Kraftfahrzeughändler erwartet, dass die von der Bundesregierung für die Abwrackprämie bereitgestellten 1,5 Milliarden Euro bald aufgebraucht sein werden. Das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtete vorab, Vorstand Ansgar Klein habe deshalb in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gefordert, dass jeder Käufer, der die Bedingungen erfülle, den Abwrackbonus ausgezahlt bekommen müsse. Bisher wird die Prämie erst gezahlt, wenn der Neuwagen ausgeliefert wird. Wegen der langen Lieferzeiten könnten dadurch einige Käufer leer ausgehen.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) verlange, dass die Prämie von 2500 Euro bereits bei Abschluss eines Kaufvertrags die reserviert werden solle, schrieb das Magazin. Für den Fall, dass die bereitgestellten Mittel nicht ausreichten, müsse die Regierung entsprechend nachbessern. Immerhin nehme der Bund bei einem Kaufpreis von 15 000 Euro 2850 Euro Mehrwertsteuer ein.

Die Abwrackprämie wird für die Verschrottung von mindestens neun Jahre alten Fahrzeugen gezahlt, wenn dafür ein Neu- oder Jahreswagen gekauft wird. Das Blatt berichtete unter Berufung auf den ZDK, 80 Prozent der Käufer, die die Prämie in Anspruch nehmen, entschieden sich für Neuwagen. ZDK-Sprecher Helmut Blümer sagte, die Kunden bezahlten zwischen 10 000 und 12 000 Euro für ihr neues Auto. Bei den Jahreswagen betrage die Preisspanne 15 000 bis 18 000 Euro.

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