Dem Aufruf des Bündnisses «Revolutionärer 1. Mai» waren etwa 350 Personen gefolgt. Der Aufzug der Linksautonomen war anfangs von der Polizei wegen eines übergroßen Transparents untersagt worden. Dennoch konnten die mehr als 200 Einsatzkräfte einen «geschlossenen Marsch der 350 Personen» zunächst nicht verhindern. Als die Polizei den Aufzug schließlich stoppte, mehrfach die Entfernung des übergroßen Transparents verlangte und dieses dann beschlagnahmen wollte, seien die Beamten mit Holzstöcken angegangen worden. Die Polizei setzte ihrerseits Schlagstöcke und Pfefferspray ein.
Bei den Auseinandersetzungen erhielt einer der beiden verletzten Polizisten einen Tritt in den Unterleib. Der 30-jährige polizeibekannte Tatverdächtige wurde festgenommen. Er sollte am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden.
Nach einer Zwischenkundgebung begannen dann den Angaben zufolge mehrere Demonstranten damit, sich zu vermummen. Erst nachdem der polizeiliche Einsatzleiter die mögliche Auflösung der Versammlung angekündigt habe, hätten sie ihre Vermummung abgelegt. Die Demonstration zog bis zum Marienplatz in der Stuttgarter Innenstadt weiter, wo die Veranstaltung am Samstagnachmittag endete.
Bei der parallel verlaufenden traditionellen Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, zu der laut Polizei rund 2000 Teilnehmer kamen, blieb es ruhig.
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