Migration, Flüchtlinge

Zu lange gewartet.

24.10.2016 - 12:58:05

Bürgermeisterin von Calais kritisiert Staat

Calais - Nach Beginn der Räumung des Flüchtlingslagers von Calais kritisiert die konservative Bürgermeisterin Natacha Bouchart den französischen Staat in deutlichen Worten.

«Wenn man das schon im März gemacht hätte, wäre es weniger kompliziert gewesen», sagte Bouchart am Montag in Calais. In Frankreich sind traditionell viele Kompetenzen in Paris konzentriert.

«Der Staat übernimmt seine Verantwortung. Doch man hätte auf dieser Fläche niemals ein Lager mit fast 10 000 Migranten entstehen lassen dürfen», sagte die Bürgermeisterin. Die Zahl von 10 000 Migranten war mehrfach von Hilfsorganisationen genannt worden. Die Behörden sprachen vor der Räumung von 6500 Menschen.

Sie sei erleichtert, dass die Auflösung anlaufe. In dem Lager seien jedoch Schleuser und politische Aktivisten der No-Border-Bewegung massiv präsent. «Wir sind in ständiger Alarmbereitschaft, dass nicht neue Flächen in der Stadt oder in der Umgebung besetzt werden», sagte Bouchart. 

@ dpa.de

Weitere Meldungen

EU-Außengrenze - Bulgarien sichert Grenze mit Soldaten gegen Flüchtlinge. Zwar wurden in Österreich im Juli deutlich mehr Flüchtlinge in Güterzügen aufgegriffen. Auch wenn sich die Zahlen insgesamt noch in Grenzen halten, gibt es Alarmpläne. Bulgarien will ähnlich wie Österreich verstärkt Soldaten einsetzen, um gegen illegale Migration vorzugehen. (Politik, 17.08.2017 - 14:00) weiterlesen...

Bulgarien will Grenze verstärkt mit Militär schützen. «Zur Stärkung unseres Grenzschutzes werden wir künftig verstärkt das Militär einsetzen», sagte der bulgarische Verteidigungsminister und Vizeregierungschef Krassimir Karakatschanow der «Welt». Die bulgarisch-türkische Grenze solle in fünf Zonen eingeteilt werden. In jede dieser Zonen werde jeweils eine bewaffnete Truppe in Kompaniestärke geschickt, sagte Karakatschanow. Insgesamt sollen demnach bis zu 600 Soldaten eingesetzt werden. Berlin - Im Kampf gegen illegale Migration will Bulgarien den Schutz seiner Grenzen zur Türkei massiv ausbauen. (Politik, 17.08.2017 - 11:22) weiterlesen...

EU-Außengrenze - Bulgarien will Grenze verstärkt mit Militär schützen. «Zur Stärkung unseres Grenzschutzes werden wir künftig verstärkt das Militär einsetzen», sagte Verteidigungsminister und Vizeregierungschef Krassimir Karakatschanow der «Welt». Berlin - Im Kampf gegen illegale Migration will Bulgarien den Schutz seiner Grenzen zur Türkei massiv ausbauen. (Politik, 17.08.2017 - 08:38) weiterlesen...

Hauptgrund: Widerstand - Zahl der abgebrochenen Abschiebeversuche leicht gestiegen. Manche werden kurzfristig abgebrochen, weil sich Betroffene wehren oder die Flugzeugbesatzung eine Mitnahme verweigert. Die Zahl der gescheiterten Versuche ist etwas gestiegen. Der Anteil an der Gesamtzahl ist aber sehr klein. Nicht immer kommen Abschiebungen zustande. (Politik, 17.08.2017 - 07:56) weiterlesen...

Abgelehnte Asylbewerber nach Tunesien abgeschoben. In dem gecharterten Flugzeug saßen am Nachmittag unter anderem zwölf Tunesier aus Sachsen, von denen elf zuvor in Haft gewesen waren, wie das sächsische Innenministerium mitteilte. Außerdem wurden demnach fünf Tunesier aus Baden-Württemberg, vier aus Nordrhein-Westfalen, zwei aus Hamburg und je einer aus Hessen und Berlin in das nordafrikanische Land geflogen. Schkeuditz - 25 abgelehnte Asylbewerber sind vom Flughafen Leipzig/Halle aus abgeschoben worden. (Politik, 16.08.2017 - 20:48) weiterlesen...

Menschenrechtsexpertin: EU nimmt mehr Tote im Mittelmeer in Kauf. Die Vereinbarung, die Italien mit mehreren Hilfsorganisationen geschlossen hat, könne zu mehr Todesfällen führen. Italien verstoße gegen seine Menschenrechtsverpflichtungen, wenn mit dem Kodex Rettungsaktionen verhindert und dadurch vorhersehbare und vermeidbare Todesfälle in Kauf genommen würden. Der Verhaltenskodex sieht unter anderem vor, dass Hilfsschiffe libysche Territorialgewässer meiden. Genf - Eine UN-Menschenrechtsexpertin hat den von der EU befürworteten Verhaltenskodex für private Seenotretter im Mittelmeer kritisiert. (Politik, 15.08.2017 - 20:50) weiterlesen...