Ausland, Israel

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) wehrt sich gegen Vorwürfe des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, er habe den diplomatischen Eklat beim Israel-Besuch verursacht.

29.04.2017 - 01:01:46

Gabriel wehrt sich gegen Netanjahu: Ich habe gar nichts eskaliert

"Ich habe gar nichts eskaliert", sagte Gabriel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Sondern der israelische Ministerpräsident hat mir ein Ultimatum gestellt: Entweder ich sage das Gespräch mit regierungskritischen Organisationen der israelischen Zivilgesellschaft ab, oder er trifft sich nicht mit mir."

Das habe mit dem Holocaust-Gedenktag am Tag zuvor nichts zu tun, erklärte der Außenminister. "Es ist eine Ausrede", so der SPD-Politiker. Gabriel verteidigte sein Treffen mit Regierungskritikern: "Dass ich mich bei diesem wichtigen Thema auch mit Kritikern der israelischen Regierung treffe, ist weder ungehörig noch ungewöhnlich noch überraschend." Treffen dieser Art seien "ein üblicher Teil unserer Besuchsprogramme, übrigens auch in Europa". Bisher habe es damit nie Schwierigkeiten gegeben, "wohl weil es so selbstverständlich ist", erklärte der Außenminister. Er betonte: "Die aktuelle Regierung ist nicht Israel, auch wenn sie das gern so darstellt." Für Israel einzustehen, dürfe ja nicht gleichbedeutend damit sein, zum Beispiel die Rechte der Palästinenser zu ignorieren. "Unsere deutsche Haltung zum israelischen Siedlungsbau ist hinlänglich bekannt", so der Minister. Trotzdem bedauere er die Absage durch den israelischen Ministerpräsidenten, "den ich ja schon oft getroffen habe". Er sei sich aber sicher, dass sich das gute und enge Verhältnis zu Israel nicht ändern werde. "Man darf das alles auch nicht überbewerten."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Von der Leyen will gegen anti-israelische Ausschreitungen vorgehen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat ein hartes Vorgehen gegen anti-israelische Ausschreitungen in Deutschland gefordert. (Ausland, 17.12.2017 - 01:01) weiterlesen...

Steinmeier: Antisemitismus in Deutschland noch nicht überwunden Der Antisemitismus in Deutschland ist nach Ansicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier noch nicht überwunden. (Ausland, 15.12.2017 - 09:31) weiterlesen...

Israels Botschafter enttäuscht von Merkel Israels Botschafter Jeremy Issacharoff hat in der Jerusalem-Frage Kritik an der Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel geübt. (Ausland, 15.12.2017 - 01:01) weiterlesen...

AfD-Fraktion fordert Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels Die AfD-Bundestagsfraktion hat die Bundesregierung aufgefordert, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. (Ausland, 15.12.2017 - 00:03) weiterlesen...

Müntefering ruft Erdogan zur Mäßigung in Jerusalem-Debatte auf Die Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Michelle Müntefering, hat den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zur Mäßigung in der Jerusalem-Debatte aufgerufen. (Ausland, 13.12.2017 - 14:56) weiterlesen...

Sari Nusseibeh nennt Trumps Jerusalem-Entscheidung extrem schlau Der einflussreiche palästinensische Politiker und Philosoph Sari Nusseibeh hält die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump für "extrem schlau". (Ausland, 13.12.2017 - 14:30) weiterlesen...