Zweibrücken (ddp-rps). Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Rheinland-Pfalz (AGARP) verfolgt die Diskussion über ein Kopftuchverbot für Lehrer an Schulen mit Sorge. Die damit einhergehende Stigmatisierung von Menschen mit Kopftuch sei gesellschaftspolitisch äußerst gefährlich, sagte AGARP-Geschäftsführer Miguel Vincente nach einer Mitgliederversammlung der Beiräte am Wochenende in Zweibrücken.

Eine Lehrerin türkischer Herkunft war von der Schulleitung eines Wormser Gymnasiums wegen des Tragens eines Kopftuchs abgelehnt worden. «Diese Ablehnung ist rechtswidrig», betonte Vincente. Die Debatte um ein mögliches Verbot habe zudem zu einer Stigmatisierung der Lehrerin geführt. Das Kopftuch werde mit einer Ablehnung der Verfassung in Zusammenhang gesetzt. Das könne fatale Folgen haben, sagte der Asuländerbeirat. So sei die Frau an eine Schule in Speyer versetzt worden, wo ihr erneut Ablehnung entgegenschlage und Schüler gegen die Lehrerin protestierten. «Wir fürchten um die Folgen der Debatte», fügte der Geschäftsführer hinzu.

Die Haltung der Landesregierung in dieser Frage sei enorm wichtig, betonte Vincente. Bereits 2005 hatte die CDU ein Kopftuchverbot für Lehrer durchsetzen wollen und war damit im Landtag gescheitert. Vergangene Woche hat die Union nun einen neuen Anlauf genommen und einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgestellt. Der Gesetzentwurf der CDU nimmt christliche Symbole ausdrücklich von einem Verbot aus.

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