Fachleute haben die damalige Schlacht aufgrund von Waffen- und Münzfunden auf den Zeitraum zwischen 230 und 235 n. Chr. datiert. Bis dahin waren Historiker davon ausgegangen, dass sich die Römer nach ihrer verheerenden Niederlage in der Varusschlacht im Jahre 9 hinter ihren Grenzwall, den Limes, zurückgezogen und keine großen militärischen Expeditionen ins heutige Norddeutschland mehr unternommen hatten.

Bislang haben Archäologen auf dem 1000 mal 500 Meter großen Areal mehr als 1500 Fundstücke ausgegraben und katalogisiert. Darunter sind eiserne Speerspitzen, Katapultgeschossbolzen, Hufschutz-Sandalen für die mitgeführten Maultiere und Pferde sowie Schuhnägel. Die große Zahl der Fundstücke erklären Archäologen damit, dass das Schlachtfeld nach Beendigung der Kampfhandlungen offenbar nicht geräumt wurde. Zudem sei das Gelände nie landwirtschaftlich bewirtschaftet worden, so dass Waffenteile und Ausrüstungsgegenstände über die Jahrhunderte unangetastet im Waldboden bleiben konnten.

Die Entdeckung des antiken Schlachtfeldes gilt als archäologische Sensation und hat in der Wissenschaft weltweit für Aufsehen gesorgt. Das Wissenschaftsmagazin «National Geographic Deutschland» widmet der Römerschlacht am Harzhorn in der aktuellen Ausgabe seine Titelgeschichte.

(roemerschlachtamharzhorn.de)

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