Atomkraftgegner protestierten vor Wahlkreisbüros: Atomkraftgegner haben in Rheinland-Pfalz vor Wahlkreisbüros von Union und FDP gegen die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken protestiert. Den Angaben der Veranstalter, dem Kampagnennetzwerk Campact, versammelten sich am Montag rund 90 Kernkraftgegner vor dem Wahlkreisbüro des Bundeswirtschaftsministers Rainer Brüderle (FDP) in Mainz.
Vergrößern Atomkraftgegner protestierten vor Wahlkreisbüros | Bild: © ad-hoc-news

In Koblenz zogen etwa 30 Teilnehmer vor das Büro des Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael Fuchs. Beide Politiker waren jedoch nicht anwesend.

Bundesweit haben sich nach Angaben der Veranstalter 5000 Menschen an der Aktion beteiligt. Die Atomgegner wollten dabei vor 60 Büros den Abgeordneten eine Erklärung übergeben, die von mehr als 150 000 Menschen unterschrieben wurde. «Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen Atomkraft. Wir wollen den Abgeordneten deutlich machen, dass ihnen längere Laufzeiten zu Hause im Wahlkreis gehörig auf die Füße fallen», sagte Campact-Mitglied Susanne Jacoby.

Die Aktion war der Auftakt zu einer Reihe von Protesten von Campact in den Wahlkreisen, mit denen die Atomkraftgegner den Parlamentariern einen «heißen Sommer» bereiten wollen.

ddp