Remlingen (ddp-nrd). Atomkraftgegner wollen die Mitglieder des niedersächsischen Asse-Untersuchungsausschusses bei ihrer für Donnerstag geplanten Besichtigung des Bergwerks mit einem sarkastisch gemeinten Bergmannsgruß «Glück auf» empfangen. Man wolle die Abgeordneten am Schachtgelände in Kostümen begrüßen, die den gelben Atommüllfässern nachempfunden seien, sagte am Dienstag der Sprecher der Bürgeraktion «Sichere Asse», Heiko Judith.
Der Asse-Ausschuss des niedersächsischen Landtags hatte sich in der vergangenen Woche konstituiert. Er soll die Pannen und Schlampereien in dem Atommülllager aufklären. An diesem Donnerstag wollen sich die 13 Ausschussmitglieder einen Überblick über die Situation unter Tage verschaffen.
«Vielleicht geben wir den Mitgliedern auch ein Bio-Asse-A von unserem Bäcker mit auf den Weg», sagte Judith. Schließlich sei die Einsetzung des Untersuchungsausschusses eine wichtige Forderung der Bürgerinitiativen gewesen. «Er sollte daher einen Vertrauensvorschuss und für die Einfahrt in den Schacht Nahrung zum Durchhalten in der Schreckenskammer bekommen.»
In das vom Einsturz bedrohte frühere Salzbergwerk Asse wurde von 1967 bis 1978 Atommüll eingelagert. In den vergangenen Monaten war scheibchenweise ans Licht gekommen, dass auch andere als in den Unterlagen ausgewiesene Stoffe in die Grube gebracht wurden.
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