Wolfenbüttel (ddp-nrd). Die Asse-II-Begleitgruppe des Landkreises Wolfenbüttel erhofft sich vom künftigen parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtags «größtmögliche Aufklärung» über die Geschehnisse rund um das Atommülllager. Vor allem gehe es nun darum, endgültige Klarheit über das tatsächliche Inventar des Bergwerks zu erlangen, sagte am Donnerstag ein Sprecher der Begleitgruppe. Zudem könne von dem Untersuchungsausschuss «Signalwirkung über den Umgang mit Atommüll ausgehen, vielleicht sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus».
Die SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag hatte diese Woche den Weg für die Einsetzung eines solchen Ausschusses freigemacht, er soll sich im Sommer konstituieren. Die Asse-II-Begleitgruppe hatte sich ursprünglich gegen einen Untersuchungsausschuss gewandt. Auslöser für die neue Haltung seien bei einigen Mitgliedern die jüngsten Funde von Giftmüllfässern und Tierkadavern in dem Bergwerk gewesen, hieß es.
Zugleich warnte die Begleitgruppe, die Arbeit des Ausschusses dürfe das laufende Schließungsverfahren nicht beeinträchtigen. Es müsse sichergestellt sein, dass es nicht zu Behinderungen im Bundesamt für Strahlenschutz, bei den Gutachten zum Optionenvergleich und bei der Erarbeitung eines Schließungskonzeptes komme. Die im Januar 2008 vom Landkreis Wolfenbüttel ins Leben gerufene Asse-II-Begleitgruppe soll die Schließung des Bergwerks begleiten. Mitglieder sind Kommunen, Behörden, Ministerien, Umweltverbände, Bürgerinitiativen und der Betriebsrat der Asse-GmbH.
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