Nürnberg/München (dapd-bay).
'Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung des vergangenen Jahres weist Bayern mit 281.651 arbeitslos gemeldeten Personen den niedrigsten Arbeitslosenbestand in einem Januar seit 20 Jahren auf', sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, am Dienstag in Nürnberg.
Gegenüber dem Dezember entspricht das zwar einer Zunahme von rund 52.000 Personen. Im Vergleich zum Januar vergangenen Jahres ist das allerdings ein Minus von etwa 40.000 Menschen. 'Der deutliche Rückgang im Vergleich zum Vorjahr deutet auf die weiterhin gute und stabile Lage auf dem bayerischen Arbeitsmarkt hin', erläuterte Holtzwart. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 3,4 Prozent im Dezember auf nun 4,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,8 Prozent.
Besonders erfreulich sei, dass sich die positive Entwicklung auf alle Personengruppen und in allen Regierungsbezirken Bayerns auswirke, sagte Holtzwart weiter. Unterfranken und Schwaben führten mit einer Arbeitslosenquote von jeweils 3,7 Prozent erneut das Feld der Regierungsbezirke an. Die höchste Arbeitslosigkeit verzeichneten Ober- und Mittelfranken mit einer Quote von 5,0 Prozent. Am stärksten profitierten weiter die Jüngeren. Die unter 20-Jährigen wiesen bayernweit den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr auf.
Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) begrüßte die Entwicklung. 'Der bayerische Arbeitsmarkt liegt weiter auf Rekordkurs', sagte sie. Zudem befinde sich der Freistaat mit einer Quote von 4,2 Prozent im Spitzenfeld aller Bundesländer. 'Von der hervorragenden Arbeitsmarktsituation können jetzt besonders auch Menschen profitieren, die schon länger arbeitslos waren.'
Die bayerische Wirtschaft warnte trotz guter Zahlen vor starken Lohnsteigerungen. 'Der Arbeitsmarkt wird dann nachhaltig robust bleiben, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen erhalten. Starke Lohnsteigerungen wären deshalb in dieser Phase genau das Falsche', sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt. Die Unsicherheiten durch die Abkühlung der Konjunktur sowie durch die Lage auf den Finanzmärkten seien nicht absehbar.
dapd


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