Berlin (ddp-bln). Die Anwohner des Kollwitzplatzes in Berlin-Prenzlauer Berg wollen den samstäglichen Markt verbieten lassen. Das haben sie in einem offenen Brief an den Stadtrat für Öffentliche Ordnung, Jens-Holger Kirchner (Grüne), gefordert. Sie beschweren sich darin über «massive Lärmbelästigungen und immense Einbußen unserer Wohn- und Lebensqualität», wie die «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe) berichtet. Anwohner hätten außerdem Kunstaktionen auf dem Markt, Menschenketten und Baumpflanzungen auf der Straße angekündigt.

Der Markt findet jeweils am Samstag statt. Etwa 5000 Menschen schlendern dann zwischen den mehr als 80 Ständen für Delikatessen und Gemüse. Die Anwohner beschweren sich dem Bericht zufolge über Lärm von den frühen Morgenstunden bis zum Abend, zugeparkte Wege sowie Schmutz und Abwasser auf der Straße. Sie haben der Zeitung zufolge bereits Strafanzeigen wegen «fahrlässiger Körperverletzung» durch den Marktlärm und wegen Ruhestörung gestellt.

Stadtrat Kirchner habe für die Klagen der Anwohner kein Verständnis. Er wird den Markt nicht verbieten, wie es weiter heißt. «Das Allgemeininteresse liegt hier höher als das Interesse einzelner Anwohner», zitiert ihn die Zeitung.

ddp/clp/pon