Der finnische Ex-Weltmeister werde über ein Angebot des neuen Mercedes-Werksteams nachdenken, sagte sein Berater Steve Robertson dem britischen Fachmagazin «Autosport». «Das ist die Formel 1. Wenn sie uns anbieten oder überzeugen können, dass sie Kimi eine Möglichkeit geben können, mit der er und wir zufrieden sind, und er meint, Rennen und die WM gewinnen zu können, dann soll man niemals nie sagen», erklärte der Manager. Dennoch sei eine Auszeit Räikkönens für 2010 und ein Start in der Rallye-WM immer noch die wahrscheinlichste Variante.
Der Champion von 2007 war nach zwei schwächeren Jahren trotz eines noch laufenden Vertrags bei Ferrari zum Saisonende abgeschoben worden. Ein Wechsel zu seinem Wunschteam McLaren scheiterte an seinen hohen Gehaltsforderungen. Ferrari soll dem 30-Jährigen allein 17 Millionen Euro Abfindung zahlen, wenn er im kommenden Jahr nicht in der Königsklasse fährt. Nach dem Wechsel von Weltmeister Jenson Button zu McLaren ist das neue Mercedes-Team allerdings auf der Suche nach einem starken Teamgefährten für den Wiesbadener Nico Rosberg, dessen Verpflichtung in Kürze verkündet werden soll.
«Es gibt nicht viele Teams, die Kimi gefallen würden. Er ist ehrlich, wenn er sagt, er will ein Siegerauto. Er ist nicht am Geld interessiert», sagte Berater Robertson. Räikkönen sei frustriert, dass er in der abgelaufenen Saison nicht mehr Rennen gewinnen konnte und keine Rolle im WM-Kampf spielte. «Er will ein Auto, in dem er sein Talent zeigen kann», versicherte sein Manager.
Britischen Zeitungen zufolge gibt es Gespräche zwischen Mercedes und Räikkönen. Da der deutsche Autobauer sein neues Team auf Sparsamkeit trimmen will und auch deshalb Button gehen ließ, dürfte eine Einigung mit dem Finnen schwierig sein. Erster Anwärter auf das zweite Cockpit neben Rosberg bleibt damit der ehemalige BMW-Fahrer Nick Heidfeld aus Mönchengladbach.
London (dpa)


























