Allianz will Policenverkauf über Kfz-Werkstätten ausbauen: 2009 hatte die Allianz über derartige Kooperationen weltweit Bruttoprämien im Volumen von rund 1,5 Mrd EUR eingenommen
Vergrößern Allianz will Policenverkauf über Kfz-Werkstätten ausbauen | Bild: © Claudiad

DJ Allianz will Policenverkauf über Kfz-Werkstätten ausbauen MÜNCHEN (Dow Jones) Die Allianz SE will den Absatz von Kfz-Versicherungen über Autohändler unverändert in drei bis fünf Jahren auf rund 2 Mrd EUR Bruttoprämie steigern. Karsten Crede, Leiter Global Automotive des Konzerns, sagte am Donnerstag in München, dieses Mittelfristziel sei "ambitioniert, aber realistisch". 2009 hatte die Allianz über derartige Kooperationen weltweit Bruttoprämien im Volumen von rund 1,5 Mrd EUR eingenommen. Bislang macht der Policenverkauf über die Händler nur einen kleinen Teil des Fahrzeugversicherungsgeschäfts der Allianz aus. 2009 kamen 12,5 Mrd EUR Bruttoprämien aus anderen Vertriebskanälen zusammen. Die Versicherung von Gebrauchtfahrzeugen über Autohändler sei in den genannten 1,5 Mrd EUR nicht enthalten, sagte Crede. Bislang vertreibt die Allianz ihre Kfz-Versicherungen vor allem in Deutschland über Händlernetze. Expandieren will der Konzern allerdings im Ausland: So soll die Präsenz in den sogenannten BRIC-Staaten - Brasilien, Russland, Indien und China - gestärkt werden, wie Allianz-Manager Crede hervorhob. Die in den USA und China angepeilte "signifikante Position" am Markt, die die Allianz im Juli als Ziel ausgegeben hatte, wird aber wohl länger auf sich warten lassen als zuletzt gedacht. Das US-Geschäft befinde sich noch in einer "Startphase", räumte Crede auf Nachfrage ein. Eine Kooperationsvereinbarung gebe es dort noch nicht. Bislang hat die Allianz für 28 Länder Kooperationsverträge mit Herstellern geschlossen. Manager Crede bekräftigte das Ziel, die Rentabilität in der Kfz-Versicherung zu stärken. Der harte und lange Winter hatte zu zahlreichen kleinen und mittleren Schäden geführt und das Ergebnis erheblich belastet. Konkret soll die Schadenkostenquote, die in der Branche als Gradmesser für die Rendite gilt, wieder unter 98% sinken. Crede sagte, er wolle die Zusammenarbeit mit vier der fünf wichtigsten Hersteller soweit intensivieren, dass sie die Bezeichnung "strategisch" verdiene. Ende 2009 war der Manager von der Volkswagen-Versicherung zur Allianz gewechselt. Neben Volkswagen zielt die Allianz nach seiner Darstellung auf Toyota, General Motors, Ford und BMW. Bei BMW und Daimler, deren deutsche Händler ihren Kunden gegenwärtig Fahrzeugversicherungen von HDI und Victoria (Ergo) anböten, ist die Allianz nach seinen Worten jederzeit für eine Zusammenarbeit bereit. Zum Ausbau des Versicherungsvertriebs über Autohändler kalkuliert Crede mit rund 20 Mio EUR Startinvestition für Informationstechnik, zusätzliches Personal und Produktentwicklung. Webseite: www.allianz.com

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