Noch immer verfügten Sportschützen über Waffen, mit denen jederzeit Schulmassaker wie in Erfurt und Winnenden begangen werden könnten, begründeten die Bündnisvertreter ihre Initiative. Das Aktionsbündnis Winnenden, eine Initiative hinterbliebener Eltern des Amoklaufs, fordere deshalb ein Verbot großkalibriger Sportwaffen sowie die getrennte Aufbewahrung von Waffen und Munition. Zudem verlangen sie ein Verbot von sogenannten Killerspielen. Die Initiative «Keine Mordwaffen als Sportwaffen!» wolle alle tödlichen Waffen im Schießsport untersagen lassen. Dazu werde sie fristgemäß bis Ende Juli 2010 gegen das neue Waffengesetz Verfassungsbeschwerde einlegen, hieß es.
Im Bundestag sollte am Mittag über einen Antrag der Grünen für mehr öffentliche Sicherheit durch weniger private Waffen debattiert werden. «Wir greifen die Forderungen der Initiativen in unserem Antrag auf», sagte der Berliner Grünen-Abgeordnete Wolfgang Wieland. Allerdings gebe es noch keine einheitliche Position zum Verbot von Computerspielen. Wieland forderte vom Bundestag ein entschlosseneres Durchgreifen. Großkalibrige Schusswaffen würden für den Sport nicht gebraucht und hätten mit der Schützentradition in Deutschland nichts zu tun. «Hätte man nach dem Amoklauf in Erfurt 2002 konsequent gehandelt, wäre Winnenden nicht passiert», sagte er.
Mit Hilfe der Unterschriftenliste hofft Wieland auf weitere Unterstützung im Bundestag für den Grünen-Antrag. Sollte dieser abgewiesen werden, kündigte Wieland an, eine fraktionsübergreifende Initiative zu starten.
Am 11. März 2009 hatte der 17-jährige Tim K. bei einem Amoklauf in Winnenden und seiner anschließenden Flucht in Wendlingen 15 Menschen und anschließend sich selbst getötet.
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