"Zunächst haben Griechenland und der stärkere Euro die Erholung an den Märkten getragen", sagte Aktienhändler Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Am späten Nachmittag kamen dann aber erneut Sorgen auf, nachdem sich die Ratingagentur Fitch Händlern zufolge negativ zu einigen EU-Ländern wie Griechenland, Frankreich und Spanien geäußert haben soll. Auch Großbritannien gerate in den Fokus.
Banken hielten sich dennoch unter den stärksten Werten. Aktien der Deutschen Bank setzten sich mit plus 2,84 Prozent auf 44,23 Euro an die Dax-Spitze, Commerzbank -Papiere legten um 0,94 Prozent auf 5,571 Euro zu. Spekulationen am Markt über mögliche EU-Hilfen für Griechenland und Portugal sorgten für etwas Entspannung im gesamten Finanzsektor.
Ansonsten gab es insbesondere in der zweiten Reihe Bewegung. Für Aktien von Heidelberger Druckmaschinen ging es nach „durch die Bank besseren Zahlen“ um 4,01 Prozent auf 5,19 Euro hoch. Douglas -Titel profitierten von einem überraschend starken Weihnachtsgeschäft und kletterten um 3,63 Prozent auf 33,25 Euro. Die Zahlen des Kranherstellers Demag Cranes wurden am Markt gemischt eingeschätzt. Nach stark schwankenden Kursen stand am Ende ein Minus von 0,32 Prozent auf 23,425 Euro. Mit Gewinnen von 5,12 Prozent auf 9,446 Euro profitierten Freenet -Aktien von Zahlen und einer ersten Dividende nach zwei Jahren.
Bei den Technologietiteln gaben einmal mehr die Solarwerte den Ton an. Einige Vertreter der Branche wie Solarworld konnten sich erholen, nachdem sich die schwarz-gelbe Koalition auf einen ersten Kompromiss zur Solarstrom-Förderung verständigt hat. Danach soll die Kürzung der Förderung von Solaranlagen auf Dächern erst zwei Monate später als von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vorgeschlagen ab 1. Juni greifen, allerdings soll sie mit 16 anstatt 15 Prozent etwas höher ausfallen. „Nun ist endlich das Datum und auch der Umfang bekannt“, kommentierte ein Händler. Bei Centrotherm Photovoltaics sorgte zudem eine Studie der Citigroup für ein sattes Kursplus von 10,11 Prozent auf 39,925 Euro. Dank einer besseren Auftragslage vor allem aus Asien empfehlen die Experten die Titel nun zum Kauf.
In Europa schloss der EuroStoxx 50 mit plus 0,16 Prozent auf 2668,43 Zähler, auch die Börsen in London und Paris legten leicht zu. In New York schaffte der Dow Jones Industrial Average (DJIA) den Sprung über die 10.000 Punkte- Marke und gewann zum Börsenschluss in Europa rund 1,5 Prozent.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,80 (Vortag: 2,77) Prozent. Der Rentenindex REX kletterte um 0,01 Prozent auf 124,28 Punkte. Der Bund Future gewann 0,02 Prozent auf 123,93 Punkte. Der Referenzkurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3760 (1,3675) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7267 (0,7313) Euro.
FRANKFURT (dpa-AFX)





























