Im Nachmittagsverlauf konnten sich die Parteispitzen der griechischen Übergangsregierung schließlich doch auf einen abschließenden Kompromiss verständigen. Entsprechende Meldungen gaben den europäischen Börsen zwar einen klaren Impuls nach oben, nachhaltig starke Unterstützung lieferten sie allerdings nicht. Die Einigung sei an den Märkten bereits eingepreist gewesen, kommentierte ein Händler.
Der EZB-Zinsentscheid rückte angesichts der Entwicklungen rund um Griechenland etwas in den Hintergrund. Die Währungshüter beließen den Leitzins erwartungsgemäß auf dem aktuellen Niveau bei 1,0 Prozent.
Unter den im Wiener prime market gelisteten Werten konnten DO&CO (plus 4,53 Prozent auf 29,90 Euro) ihre Position als Spitzenreiter im prime market bis zum Handelsende verteidigen. Das Cateringunternehmen hatte in der Früh seine Neunmonatsergebnisse für das Geschäftsjahr 2011/12 präsentiert und dabei Steigerungen sowohl im Umsatz- als auch im Ergebnisbereich vermeldet.
Stark nachgefragt waren auch CA Immo Anlagen mit einem Aufschlag von 1,87 Prozent auf 8,39 Euro. Die Wertpapieranalysten von SRC Research haben ihre Kaufempfehlung "buy" für die Immoaktie bei einem Kursziel von 12,50 Euro bestätigt.
In einem europaweit gefragten Bankensektor wurden auch die Wiener Bankenwerte mit nach oben gezogen. Die Aktie der Raiffeisen Bank International rückte um 1,97 Prozent auf 28,28 Euro vor und Erste Group befestigten um 2,01 Prozent auf 19,76 Euro.
Unter den übrigen Schwergewichten verbuchten OMV und Andritz Zuwächse um 1,67 Prozent auf 27,43 Euro bzw. um marginale 0,08 Prozent auf 72,86 Euro. Voestalpine (minus 1,67 Prozent auf 27,34 Euro) und Telekom Austria (minus 0,22 Prozent auf 8,88 Euro) schlossen indes im Minus.


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