Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich: WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (APA/dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während der Prager PX leicht zugelegte und damit ebenfalls von der freundlichen Stimmung profitierte, die nach der Einigung über ein neues griechisches Sparprogramm auch die westeuropäischen Börse stützte, gaben die Aktienmärkte in Warschau und Budapest nach.
Vergrößern Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich | Bild: © ad-hoc-news

In Prag legte der Leitindex PX um moderate 0,16 Prozent auf 1.025,8 Einheiten zu. Größter Verlierer im PX waren die Papiere der Unipetrol mit minus 3,16 Prozent auf 168,50 Kronen. Der Ölkonzern habe vor Handelsstart die schlechtesten Viertquartalsergebnisse in der Unternehmensgeschichte vorgelegt, hieß es aus Marktkreisen. Im vierten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,14 Milliarden Kronen. Mit klaren Abschlägen gingen auch Orco aus dem Handel, die um 1,81 Prozent auf 108,01 Kronen nachgaben.

In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,52 Prozent auf 2.364,90 Einheiten und der breiter gefasste Wig-Index gab um 0,60 Prozent auf 41.792,46 Stellen nach. In Warschau stand eine Reihe an Unternehmensergebnissen auf der Agenda. So hat der staatlich kontrollierte Mineralöl-Konzern Polski Koncern Naftowy Orlen im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 3,2 Milliarden Zloty erzielt - 34 Prozent mehr als im Jahr davor. Dennoch verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. PKN Orlen gaben um 2,18 Prozent auf 37,70 Zloty nach. Im Bankensektor legte ING BSK Zahlen vor. Die Aktie gab um 2,13 Prozent auf 82,70 Zloty nach.

Quartalszahlen legte zudem das Baustoffunternehmen Kety vor. Während die Ergebnisseite enttäuschte, erfüllten der Quartalsumsatz sowie der Ausblick des Unternehmens die Erwartungen der KBC-Analysten. Kety schlossen mit plus 2,58 Prozent auf 115,10 Zloty.

In Budapest verlor der Bux 1,37 Prozent auf 19.453,71 Punkte. Das Handelsvolumen lag bei 17,26 (Vortag: 9,51) Milliarden Forint. Nach Vorlage von Ergebnissen für das vierte Quartal standen unter anderem Egis im Blickpunkt der Anleger. Zwar fiel das operative Ergebnis aufgrund von Kosteneinsparungen besser aus als erwartet, die Umsätze verfehlten dagegen die Erwartungen, so die Experten der KBC Bank. Die Egis-Papiere büßten 4,28 Prozent auf 16.750 Forint ein.