Solon hat den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, wie das Unternehmen am Vorabend mitteilte. In den vergangenen Monaten habe sich der Solarmodulhersteller intensiv um seine Restrukturierung bemüht und Gespräche mit Banken, Bürgen und Investoren geführt. Die Verhandlungen über eine einvernehmliche Lösung seien aber gescheitert. "In der Branche wurde schon mit weiteren Pleiten gerechnet, so dass dies nicht sonderlich überraschend kommt", sagte ein Händler.
ANALYSTIN ÄUSSERT BEDENKEN BEI Q-CELLS
Ein weiterer Börsianer betonte jedoch, Vorstandschef Stefan Säuberlich habe bislang noch vor dem Jahresende mit einer Einigung über eine Verlängerung von Krediten in Höhe von 275 Millionen Euro gerechnet. Aus der erwarteten Konsolidierung in der Branche könnten gut aufgestellte Markt- und Kostenführer möglicherweise gestärkt hervorgehen, so der Marktbeobachter.
Analystin Lauren Licuanan von der Commerzbank ging im Zuge einer erwarteten Konsolidierung etwas stärker ins Detail: Nach jüngst gekürzten Kapazitäten des Polysilizium-Produzenten MEMC und des Solarzellenherstellers REC sowie vorübergehend geschlossenen Fabriken kleinerer chinesischer Anbieter dürfte die Solon-Pleite der wahre Auftakt einer Marktbereinigung in der Solarbranche werden, so die Expertin. Insbesondere bei Q-Cells habe sie diesbezüglich Bedenken, fügte sie hinzu.


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