Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert vor wichtigem US-Arbeitsmarktbericht: FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag dürfte der Dax  am Freitag kaum verändert starten. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand eine Stunde vor Handelsstart bei 6.104 Punkten und damit 0,13 Prozent über dem Xetra-Schluss am Vortag. Am Donnerstag hatte der Leitindex seinen Rücksetzer nach einem fulminanten Jahresstart fortgesetzt.
Vergrößern Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert vor wichtigem US-Arbeitsmarktbericht | Bild: © ad-hoc-news

Die verbesserten Konjunkturdaten aus den USA dienten derzeit als Gegengewicht zu den nicht abebbenden Sorgen um die Eurozone, insbesondere um den Finanzierungsbedarf im Bankensektor, sagte Analyst Cameron Peacock von IG Markets. Dies galt tags zuvor auch für die ADP-Daten über die Beschäftigung im US-Privatsektor, die als Indikator für den großen Arbeitsmarktbericht gelten und besser als erwartet ausgefallen waren. Die Devisenexperten der Commerzbank sind allerdings skeptisch, ob am heutigen Nachmittag eine ähnlich positive Überraschung gelingen wird. Im Vorfeld dürften die Anleger zurückhaltend agieren, zumal auch die Vorgaben keine klaren Impulse liefern: Der Future auf den Dow Jones Industrial trat seit dem Xetra-Handelsschluss am Vortag per saldo auf der Stelle.

MÖGLICHE ENTLASTUNG FÜR BANKEN STÜTZT DEUTSCHE BANK UND COBA

Bei insgesamt ruhiger Nachrichtenlage waren Aktien der Deutschen Bank vorbörslich mit plus 1,31 Prozent größter Gewinner im Dax. Börsianer verwiesen auf einen Artikel im "Handelsblatt", demzufolge in Brüssel erste Stimmen für eine Verschiebung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken laut werden. Das wäre den Händlern zufolge positiv, da der Sektor gerade wegen Sorgen um den erhöhten Finanzierungsbedarf zuletzt wieder unter Druck stand. Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kommt der Branchenprimus zudem beim Verkauf von vier Sparten aus dem Kerngeschäftsfeld Vermögensverwaltung rasch voran. Ein Spartenverkauf würde Finanzsorgen mit dem Blick auf Deutsche Bank weiter abmildern. Auch die Aktien der Commerzbank zeigten sich freundlich.

INFINEON VON GESENKTER DRAM-PROGNOSE BELASTET

Infineon-Papiere tendierten vorbörslich leichter. Börsianer begründeten dies damit, dass die Experten von Nomura ihre Wachstumserwartungen für DRAM-Speicherbausteine gesenkt haben. Die Nomura-Experten rechnen 2012 nur noch mit einer globalen Absatzsteigerung von 2,7 Prozent, nachdem sie bislang noch von einem Plus von 3,7 Prozent ausgegangen waren. Dies hatte in Japan bereits die Papiere von Elpida deutlich belastet.

Auch Dialog Semiconductor könnte von Impulsen aus Asien bewegt werden. Börsianer sehen in den Zahlen von Samsung einen möglichen positiven Impulsgeber, der sich vorbörslich allerdings noch nicht auswirkte. Die Koreaner hatten im vierten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen und hierfür vor allem die große Nachfrage nach Smartphones verantwortlich gemacht. Auch wenn die Samsung-Aktie etwas nachgegeben hat, sei dies durchaus eine positive Meldung für den Smartphone-Zulieferer Dialog, so ein Händler.