Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert erwartet - Deutsche Bank rutschen ab: FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Rally vom Vortag wird der Dax  am Donnerstag nur wenig verändert erwartet. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand am Morgen bei 6.622 Punkten und damit um knappe 0,09 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag. Enttäuschende Zahlen der Deutschen Bank dürften auf dem Markt lasteten. Zudem fielen die Vorgaben gemischt aus: Sowohl die Wall Street als auch die asiatischen Börsen nahmen zwar den positiven Trend vom Vortag aus Europa auf, der Future auf den Dow Jones Industrial  lag über Nacht jedoch moderat im Minus.
Vergrößern Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert erwartet - Deutsche Bank rutschen ab | Bild: © ad-hoc-news

"Investoren haben im späteren Verlauf des New Yorker Handels ein paar Gewinne mitgenommen", hieß es in einem Morgenkommentar von Close Brothers Seydler Research. Einige Analysten mahnten bereits vor zu überzogenen Erwartungen für die künftige Kursentwicklung am Aktienmarkt, da die Rettung der Eurozone noch einige Schmerzen verursachen dürfte. Am Nachmittag könnten vor dem morgigen Arbeitsmarktbericht die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA für Bewegung sorgen.

DEUTSCHE BANK-ZAHLEN DEUTLICH UNTER ERWARTUNG

Um mehr als fünf Prozent tauchten vorbörslich die Aktien der Deutschen Bank ab. Am Markt hieß es in ersten Reaktionen, die Jahreszahlen des deutschen Marktführers seinen deutlich schwächer als erwartet ausgefallen. Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen und Beteiligungen sowie mögliche Belastungen für die Gerichtsverfahren in den USA haben den Branchenprimus zum Jahresende vor Steuern überraschend in die roten Zahlen gedrückt. Eine Steuergutschrift rettete zwar unter dem Strich einen Gewinn von 147 Millionen Euro, dieser verfehlte jedoch die Markterwartungen deutlich.

Munich Re dagegen sind am Donnerstag nach den vorgelegten Zahlen bei Lang & Schwarz um etwas mehr als ein Prozent gestiegen. Ein Börsianer hob beim ersten Blick auf die "etwas besseren" Ergebnisse des Rückversicherers vor allem die Aussagen zu Dividende und Gewinnziel positiv hervor. Die Munich Re will die Dividende stabil bei 6,25 Euro je Aktie halten - eine Dividendenrendite von 6,15 Prozent. Zudem wird beim Gewinn wieder das Niveau vor 2011 angepeilt.

SKY-KUNDENZAHL ÜBER 3 MILLIONEN

Der Bezahlsender Sky Deutschland legte überraschend Zahlen vor. Die Papiere zogen vorbörslich um fast sechs Prozent an. Positiv sei, dass der Bezahlsender zum Jahresende die Marke von drei Millionen Kunden überschritten und mit 359.000 Neukunden den höchsten Jahresanstieg in der Geschichte erzielt hat, kommentierte ein Händler. Zugleich wurde auf eine zusätzliche Finanzierungsmaßnahme in Höhe von 300 Millionen Euro hingewiesen, die nach Sky-Angaben vollständig durch den Großaktionär News Corp abgesichert ist.

Ansonsten gab es noch einige kursbewegende Analystenkommentare. Nach Händlerangaben hat Morgan Stanley die Papiere der Deutschen Telekom wieder mit "Overweight" und einem Ziel von 12 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Papiere legten vorbörslich moderat zu. Credit Suisse startete laut Händlern Linde mit "Outperform". Die Papiere des Gaseherstellers lagen vorbörslich ebenfalls im Plus.