Singulus hatte 2011 wie erwartet operativ die Wende geschafft. Nach drei verlustreichen Jahren fiel zumindest vor Zinsen und Steuern wieder ein Gewinn an. Allerdings nannte Singulus keine genauen Zahlen und machte keine Angaben, ob auch unter dem Strich schwarze Zahlen erreicht wurden.
Die Urteile der Analysten fielen zurückhaltend aus aus. Harald Schnitzer von der DZ Bank sprach von erwartungsgemäßen Zahlen. Den Auftragseingang im Schlussquartal sah er aber als Enttäuschung an und verwies zudem auf den optimistischen, jedoch nur vagen Ausblick des Unternehmens. Er selbst hält im laufenden Jahr eine bessere Geschäftsentwicklung als 2011 für unwahrscheinlich. Daher werde er seine Bewertung der Aktie überdenken. Bisher bewertet er diese mit "Halten" und einem Fairen Wert von 3,00 Euro.
Die Frankfurter Investmentbank Equinet sah die Zahlen für das vierte Quartal unter den Marktschätzungen und blieb für die Geschäftsaussichten im laufenden Jahr ebenfalls vorsichtig. Dies gelte insbesondere für das Solargeschäft, betonte Analyst Stefan Freudenreich. Das schwierige Umfeld für Solarausrüster spiegele sich im schwachen Auftragseingang des Schlussquartals wider, was der Experte bereits am Dienstag in einem Ausblick auf die Zahlen prognostiziert hatte. Freudenreich bekräftigte seine "Hold"-Empfehlung für die Singulus-Aktie mit einem Kursziel von 3,20 Euro.


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