Händler zeigten sich davon enttäuscht, dass der Klinikbetreiber, der den Zuschlag der Stadt Wiesbaden für eine Minderheitsbeteiligung an den defizitären Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken erhalten hatte, deshalb für 2012 mit einem rückläufigen Überschuss rechnet. Der Teilverkauf ist zudem noch nicht in trockenen Tüchern, denn ein anlaufendes Bürgerbegehren gegen den Verkauf könnte die Unterschrift um entscheidende Wochen hinauszögern.
Positiver äußerte sich dagegen Analystin Christa Bähr von der DZ Bank. Sie hält den Ausblick des Klinikbetreibers für konservativ und erwartet auch keine kartellrechtlichen Probleme für die Transaktion. Die Risiken durch ein Bürgerbegehren schätzt sie als gering ein. Entsprechend werde die Übernahme wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit im zweiten Quartal abgeschlossen. Die Expertin hielt an ihrer Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Fairen Wert von 20,00 Euro fest.
Analyst Edouard Aubery von der Frankfurter Investmentbank Equinet sieht den Ausblick leicht unter seiner Schätzung. Nachdem Rhön-Klinikum bereits Mühe gehabt habe, im vergangenen Jahr die eigenen Ziele zu erreichen, habe er bereits mit einem eher konservativen Ausblick gerechnet. Das untere Ende der vom Unternehmen genannten Zielspanne scheine gut erreichbar zu sein, weshalb er sich mit seinen Schätzungen für das laufende Jahr weiter wohl fühle. Aubery beließ die Aktie auf "Buy" mit einem Kursziel von 22,00 Euro.


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