Händler begrüßen das etwas bessere Ergebnis, sehen aber keinen starken Einfluss. Allerdings seien die Papiere zuletzt dem Markt hinterher gehinkt und könnten nun wieder aufholen, nachdem eine böse Überraschung ausgeblieben sei, hieß es. Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel sah die endgültigen Quartalszahlen im Rahmen der vorläufigen Kennziffern und erwartet, dass sich die Marktteilnehmer weiterhin auf das Gewinnpotenzial des Druckmaschinenherstellers nach der Umstrukturierung konzentrieren werden.
'MARKTUMFELD BLEIBT SCHWIERIG'
Die endgültigen Kennziffern zum dritten Geschäftsquartal hätten den vorläufigen Eckdaten entsprochen, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie. Das Marktumfeld bleibe für den Druckmaschinenhersteller aber überproportional schwierig. Wegen der Probleme von Manroland würden zwar Kapazitäten aus dem Markt genommen, allerdings dürfte der Konkurrent künftig mit einer deutlich niedrigeren Kostenbasis produzieren. Heideldruck sollte auch noch im Geschäftsjahr 2012/13 unterm Strich rote Zahlen schreiben. Der Experte empfiehlt Anlegern, die gegenwärtige Kursrally für Gewinnmitnahmen zu nutzen.
Auch WestLB-Analyst Achim Henke sieht in dem schwachen Zahlenwerk keine Überraschungen. Beim Maschinenabsatz fehle die Dynamik und das Wachstum der Dienstleistungserlöse belaste die Profitabilität. Da die Umstrukturierungskosten im laufenden Schlussquartal verbucht werden dürften, rechnet er für 2011/12 mit einem hohen Verlust. Die strukturelle Branchenkrise in Europa dürfte andauern. Zudem sei die Rettung von Manroland negativ für Heidelberger Druck.


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