Ein Händler verwies am Morgen auf einen Bericht in der "Financial Times", wonach Frankreich und Deutschland die Kapitalregeln für Banken aufweichen wollen, um eine Kreditklemme zu verhindern. Demnach sollen wichtige Elemente der Basel III-Regeln abgeschwächt und um drei Jahre verzögert werden. Laut dem Artikel sollen insbesondere solche Banken mit weniger strengen Regeln belegt werden, die auch Anteile an einem Versicherer halten. Das käme vor allem den französischen Großbanken Societe Generale und der Credit Agricole zugute, die auch Versicherergeschäft betreiben. Ein Händler kommentierte, dass das Vorhaben nicht neu sei, aber dennoch positiv auf die Aktien wirke.
"Bankaktien notieren ohnehin weit unter ihrem Buchwert", sagte Fondsmanager Thilo Müller von MB Fund Advisory. Da die Eigenkapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA bereits dazu geführt hätten, dass etwa Banken wie die Commerzbank in bestimmten Bereichen kein Neugeschäft mehr anstrebten, könne jede Aufweichung der Regeln positiv auf Aktien wirken. "Wenn die Daumenschrauben nicht so stark angezogen werden, nimmt das etwas den Druck", sagte der Experte weiter. Zudem könnten im Fall der Commerzbank die zu erwartenden Gewinne ohne eine Kapitalerhöhung auf weniger umlaufendes Kapital verteilt werden, was den Kurs zusätzlich stütze. Mit guten Nachrichten verringere sich der Kursabschlag zum Buchwert bei Bankentiteln.


Forum
Facebook
Twitter





















