Acht Tote bei Flugzeugabsturz in Ecuador: Quito (dpa) - Der Absturz eines ecuadorianischen Militärflugzeugs in ein Wohnhaus der Hauptstadt Quito hat nach jüngsten Angaben vom Freitag mindestens acht Menschen das Leben gekostet.
Vergrößern Acht Tote bei Flugzeugabsturz in Ecuador | Bild: ©

Quito (dpa) - Der Absturz eines ecuadorianischen Militärflugzeugs in ein Wohnhaus der Hauptstadt Quito hat nach jüngsten Angaben vom Freitag mindestens acht Menschen das Leben gekostet.

Suchtrupps hätten einen Tag nach dem Unglück eine weitere Leiche in den Trümmern des siebenstöckigen Hauses gefunden, teilten die Behörden mit. Es handele sich um eine behinderte Frau, die allein gewohnt hatte.

Am Vortag waren alle fünf Menschen an Bord der kleinen Propellermaschine und zwei Bewohner des Hauses ums Leben gekommen, als das Flugzeug vom Typ Beechcraft beim Landeanflug einen Baum streifte und in das Haus raste. Vier weitere Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Die Sucharbeiten nach möglichen weiteren Opfern wurden fortgesetzt. Die Behörden ordneten eine dreitägige Trauer für die Stadt an.

Das Propellerflugzeug, das zum Heer gehörte, war 30 Minuten vor dem Absturz in der Küstenstadt Manta, wo sich auch eine US- Militärbasis befindet, zu dem Übungsflug gestartet. Bei dem Einschlag in das Haus explodierten die Treibstofftanks und verwandelten die Absturzstelle in ein Flammeninferno. Die oberen Stockwerke des Wohnhauses im Stadtteil Guápulo im Norden Quitos stürzten teilweise ein. Der Flugschreiber konnte inzwischen sicher gestellt werden.

Der Stadtteil, in dem sich das Unglück ereignete, befindet sich in der Einflugschneise zu dem größten Flughafen Quitos. Er liegt mitten in bebautem Gebiet. Dort sind in den vergangenen 27 Jahren bereits vier Flugzeuge abgestürzt. Dabei kamen insgesamt mehr als 30 Menschen ums Leben, darunter 1992 auch der Tourismusminister des Landes, Pedro Zambrano, und 1988 die Führungsspitze der Luftwaffe.