"Der Euro ist heute abermals von schwachen Aktienmärkten belastet worden", sagte Devisenexperte Thomas Amend von HSBC Trinkaus. Belastet von großer Nervosität war der deutsche Aktienmarkt am Dienstag spürbar unter Druck geraten. "Der Zusammenhang zwischen Aktien- und Devisenmarkt ist nach wie vor sehr groß." Über die Risikoneigung der Anleger stellen fallende Aktienkurse seit Monaten eine Belastung für den Euro dar.

"Entscheidende Impulse könnte die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend bringen", sagte Amend. Wenngleich eine Zinserhöhung von Experten faktisch ausgeschlossen wird, erwarten sich die Marktteilnehmer Hinweise auf die künftige Geldpolitik in den USA. Von großem Interesse sind in erster Linie Äußerungen zum Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik. Wegen der Finanzkrise hatte die Fed den Leitzins auf fast null Prozent gesenkt und zur Stützung der Konjunktur in großem Ausmaß Staatsanleihen gekauft.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89860 (0,90330) britische Pfund , 132,25 (132,95) japanische Yen und 1,5121 (1,5093) Schweizer Franken fest gelegt. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.061,00 (1.062,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 23.275 (23.025) Euro.

FRANKFURT (dpa-AFX)