«Ich weiß auch, dass härtere Strafen allein solche schrecklichen Taten nicht verhindern können», räumte die CSU-Politikerin ein. Allerdings gehe es ihr auch nicht nur um die Abschreckung. «Es geht selbstverständlich auch um die Sühne in diesem Fall.» Solche gewaltsamen Übergriffe von Jugendlichen seien inzwischen «keine Einzelfälle» mehr. Sie seien geprägt von einer «solchen Rohheit und Grausamkeit», dass die Gesellschaft darauf reagieren müsse.

Der 50-jährige Mann hatte sich am Samstag in einer Münchner S-Bahn schützend vor vier Kinder gestellt, die von den Jugendlichen bedroht und geschlagen worden waren. Er bot den zwei Jungen und zwei Mädchen an, gemeinsam mit ihm aus der S-Bahn auszusteigen, damit er sie beschützen könne. Auf dem Bahnsteig wurde er dann von den 17 und 18 Jahre alten Angreifern zu Tode geprügelt. Die Polizei nahm die Jugendlichen wenig später fest.

ddp/ume/han