Abschlag - XETRA-SCHLUSS/DAX schließt knapp behauptet - VW im Blick: Der DAX ging letztendlich mit einem Abschlag von 0,1% oder 7 Punkten bei 5.613 aus dem Handel
Vergrößern Abschlag - XETRA-SCHLUSS/DAX schließt knapp behauptet - VW im Blick | Bild: © ad-hoc-news

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX schließt knapp behauptet - VW im Blick FRANKFURT (Dow Jones) Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag knapp behauptet aus dem Handel gegangen. Über weite Strecken verlief das Geschäft ereignislos um die Nulllinie. Der DAX ging letztendlich mit einem Abschlag von 0,1% oder 7 Punkten bei 5.613 aus dem Handel. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra 83,0 (Vortag: 90,6) Mio Aktien im Wert von rund 2,51 Mrd EUR. Die Stimmung wurde im Handel weiterhin als gut beschrieben. Auch ein Scharmützel zwischen Nord- und Südkorea und ein schwacher ZEW-Index konnte diese nur unmerklich dämpfen. Zwar könnte die Aufwärtsdynamik der vergangenen Tage nachlassen, hieß es einschränkend im Handel, solange aber Liquidität an den Markt fließt, gebe es keinen Grund für ernsthafte Rücksetzer. Sollte es zu einer schärferen Korrektur beim Eurokurs kommen, würde sich das allerdings auch an den Börsenplätzen bemerkbar machen. Derzeit notiert die Einheitswährung knapp unterhalb des Niveaus von 1,5000 USD. "Die Risikobereitschaft der Anleger ist nach dem jüngsten Rücksetzer zurückgekehrt", sagte ein Marktteilnehmer. Das wurde auch in der Reaktion auf den ZEW-Index deutlich. Die Erwartungskomponente ist auf den niedrigsten Stand seit Juli gefallen; das signalisiere, dass im ersten Quartal 2010 das Wachstum auf Jahressicht den Höhepunkt erreicht haben dürfte, hieß es von einem Beobachter. Technische Analysten sehen erst bei DAX-Kursen oberhalb von 5.720/5.730 bzw 5.760 Punkten die Gefahr einer neuerlichen Abwärtswelle gebannt. Zunächst ist der DAX bei 5.540 Punkten unterstützt, bei 5.700 Punkten liegt ein Widerstand. Die Aktie des Tages war VW. Die Vorzugsaktien fielen um 15,8% auf 60,22 EUR, die Stammaktien gaben um 8% auf 102 EUR nach. Das Emirat Katar will sich von bis zu 25 Mio VW-Vorzugsaktien trennen. Es handele sich dabei um etwa die Hälfte des Anteils, den die Qatar Holding LLC an der Volkswagen AG hält. Unter Händlern sorgte die Ankündigung für Unsicherheit. "Mir erschließt sich der Sinn des Verkaufs nicht", sagte ein Teilnehmer. Möglicherweise sei der Hintergrund die geplante Kapitalerhöhung von VW. Die Vorzüge wurden laut Angaben aus dem Handel bei 60 EUR platziert - und damit am unteren Ende der Spanne zwischen 60 EUR und 63 EUR. "Das spricht nicht gerade für eine gute Nachfrage nach dem Titel", hieß es dazu im Handel. Die anderen Autoaktion hielten sich deutlich besser: BMW büßten 2,2% auf 32,70 EUR ein, Daimler gingen mit einem Minus von 0,3% auf 33,84 EUR aus dem Handel. E.ON verloren 0,4% auf 26,93 EUR. Der Verkauf des deutschen E.ON-Stromnetzes an Tennet ist wie erwartet ausgefallen. Seit gestern habe es bereits Kreisemeldungen gegeben, die den Kern ziemlich genau treffen, so ein Händler. Die Anleger warten nun auf die für Mittwoch angekündigten Quartalszahlen. Gut halten konnten sich auch defensive konsumnahe Titel. adidas rückten um 0,8% auf 35,06 EUR vor, Beiersdorf um 1,3% auf 42,26 EUR und Henkel um 1,9% auf 32,40 EUR. Nach den jüngsten Aufschlägen verloren Commerzbank mit Gewinnmitnahmen 2,5% auf 7,17 EUR. Daneben war "MDAX-Tag", merkte ein Händler mit Blick auf die Berichtssaison an. Bilfinger Berger gewannen 7,6% auf 52 EUR. Die Quartalszahlen sind laut Händlern gut ausgefallen, daneben trieben die Pläne für einen Börsengang des Australien-Geschäfts und eine Reduzierung des klassischen Baugeschäfts die Stimmung. Auch Aareal Bank reagierten mit einem Plus von 1,5% auf 15,78 EUR positiv auf den Zwischenbericht. Die Aktie profitierte laut Händlern damit vor allem von einem positiven Handelsergebnis der Bank. Fester notierten nach ihren Quartalsberichten auch Heidelberger Druck und Rational. Mit Abschlägen zeigten sich Tognum und Rheinmetall. Bei Tognum sieht ein Analyst Warnsignale. Zwar seien die Zahlen auf den ersten Blick "in Ordnung", die Margen sähen "sehr gut" aus. Der Auftragseingang liege aber etwa 15% unter den Prognosen. "Negativ ist, dass der Auftragseingang unter dem Umsatz liegt", sagte der Analyst. Damit stelle sich die Frage, ob das vergleichsweise gute Quartal fortschreibbar ist. Im TecDAX gewannen Qiagen nach ihrem Quartalsbericht 4,5% auf 15,51 EUR. Wie erwartet habe das Management seine Prognose für das Ergebnis je Aktie auf die obere Hälfte der zuvor genannten Spanne präzisiert, merkten die Analysten der Commerzbank an. DJG/mpt/gei Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

(END) Dow Jones Newswires November 10, 2009 12:14 ET (17:14 GMT) Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.