DJ XETRA-START/Freundlich - Deutsche Bank und Merck schwächer FRANKFURT (Dow Jones) Der deutsche Aktienmarkt kann sich am Freitag zur Eröffnung leicht von den Verlusten vom Vortag erholen. Händler verweisen auf die Vorlagen aus den USA, wo sich der Dow nach Xetra-Schluss von seinem Tagestief deutlicher lösen konnte. "Die Abschläge vom Donnerstag erscheinen etwas übertrieben", heißt es außerdem im Handel. Gegen 9.40 Uhr steigt der DAX um 0,6% oder 35 auf 5.738 Punkte. Aus technischer Sicht würde sich die Situation oberhalb des Widerstandsbereichs um 5.770 Punkte wieder verbessern, heißt es. Als unterstützt gilt der DAX bei 5.700 und 5.650 Punkten. Die Umsätze dürften sehr dünn bleiben, denn auch wegen des kleinen Verfalls am Berichtstag hielten sich die Anleger vermutlich zurück. Neue Konjunkturimpulse aus den USA stünden erst am Montag wieder an. Enttäuschende Quartalszahlen von Dell vom Vorabend nach US-Börsenschluss belasten die Technologiewerte kaum. Einen direkten Wettbewerber in Europa gebe es ohnehin nicht, so Marktkenner. Zudem helle die günstig ausgefallene Book-to-Bill-Ratio der nordamerikanischen Halbleiterindustrie die Stimmung leicht auf. SAP steigen um 0,6%, für Siemens geht es um 0,2% nach unten. Deutlichere Aufschläge verbuchen Infineon mit einem Plus von 1,2% auf 3,25 EUR. Die Aktie kann sich damit von den herben Verlusten des Vortages etwas erholen. Beobachter verweisen auf kursierende Kursziele von 3,60 EUR seitens der UBS und von Barclays. Deutsche Telekom gewinnen im frühen Geschäft 0,5% auf 9,60 EUR. Händler verweisen hier auf einen Bericht im "Handelsblatt", nach dem der Konzern nach Großbritannien nun auch in den USA auf Partnersuche geht. "Sollte die Telekom fündig werden, könnte sie neu bewertet werden", so ein Händler. Allerdings sei das sehr ein langfristiges Thema. Deutsche Bank leiden dagegen etwas unter einer möglichen Herabstufung der Ratings durch Moody's angesichts drohender weiterer Abschreibungen wegen schlechterer Assets in den Kreditportfolios. "Das klingt nicht gut", so ein Teilnehmer, sei allerdings auch ein Branchenproblem. Deutsche Bank verlieren 0,7% auf 50,08 EUR, während es für Commerzbank um 0,4% nach oben geht. Deutsche Post folgen laut Händlern TNT. Diese sind einer der größten Gewinner im Stoxx-600 nach einer Kaufempfehlung durch die UBS. Deutsche Post steigen um 2,1% auf 12,85 EUR. Merck leiden dagegen weiter darunter, dass das "Committee for Medicinal Products for Human Use" (CHMP) der "European Medicines Agency" (EMEA) dem Merck-Krebsmedikament "Erbitux" erneut die Empfehlung zur Behandlung von fortgeschrittenem oder metastasiertem nichtkleinzelligen Lungenkrebs verweigert hat. Daraufhin haben die Citigroup und das Bankhaus Lampe die Aktie abgestuft, während equinet den Titel auf "Hold" erhöht hat. Merck verlieren 1,1% auf 63,36 EUR. DJG/mpt/gos Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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