ABB will die Übernahme bis Mitte des Jahres abgeschlossen haben und erwartet auf Behördenseite keine Hürden. Die Gespräche hätten mehr als ein Jahr gedauert, sagte der ABB Vorstandschef Joe Hogan, der zugleich weitere Übernahmen ankündigte. Derzeit sei aber noch nichts spruchreif.
Die Schweizer bauen mit der Übernahme ihre Präsenz in den Vereinigten Staaten deutlich aus. Die Übernahme sei Teil der "Strategie, den geografischen Tätigkeitsbereich und das Sortiment des Unternehmens in einem der gewinnträchtigsten Geschäftsfelder zu erweitern". Zudem verspricht sich ABB durch den Zukauf Einspareffekte von rund 200 Millionen Dollar jährlich. Der Verwaltungsrat des amerikanischen Unternehmens habe dem Übernahmeplan zugestimmt.
Der Konzern war 1988 aus der Fusion des schwedischen Unternehmens ASEA und des Schweizer Konkurrenten BBC entstanden und kaufte Anfang der 90er Jahre zahlreiche Unternehmen zu. Dabei wurde dem Unternehmen der Kauf des US-Konzerns Combustion Engineering (C-E) zum Verhängnis. Die Schweizer mussten wegen Asbestklagen gegen das US-Unternehmen rund zwei Milliarden Dollar Schadensersatz zahlen. In der Folge trennte sich ABB wieder von C-E sowie von zahlreichen anderen Sparten.


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