Nach Angaben des Anwalts sind bereits alle Räumlichkeiten der Agentur gekündigt. Die zuletzt verbliebenen 30 Mitarbeiter in Hamburg hätten Ende März sämtlich ihre Kündigungen erhalten. «Das ist definitiv das Aus. Es gibt keinen Weg mehr zurück», sagte Dabow. Nachdem die Suche nach neuen Investoren Ende vergangener Woche endgültig gescheitert war, sei kein anderer Weg mehr verbleiben als der zum Insolvenzgericht.
Schaffhausen hatte Springer & Jacobi 2006 zu einem Zeitpunkt übernommen, als der Abstieg des Unternehmens bereits begonnen hatte. Nach dem Absprung des über viele Jahre wichtigsten Kunden Mercedes-Benz 2006 und seinem Wechsel zum Hauptkonkurrenten Jung von Matt gingen nicht nur viele weitere Kunden, sondern auch wichtige kreative Köpfe der Agentur. Das vorherige Management habe lange Zeit nicht auf die Entwicklung reagiert. «Schaffhausen konnte nur noch die Reste zusammenkehren», sagte Dabow.
Das Haus Springer & Jacobi, das im vergangenen Jahr noch sein 30-jähriges Bestehen gefeiert hatte, war 1979 von Reinhard Springer gegründet worden. 1983 stieß Konstantin Jacoby als Texter und Partner dazu. Lange Zeit galt die Agentur als das Flaggschiff der deutschen Werbebranche. Über Jahre räumte Springer & Jacoby die wichtigsten Kreativpreise ab.
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