De Maizière beklagt wechselseitige Arroganz in Ost und West
13.07.2008 | 19:05 UhrHalle (ddp). Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) beklagt eine wechselseitige Arroganz von West- und Ostdeutschen. «Es gibt eine westdeutsche Arroganz, die sich aus ökonomischer Überlegenheit speist, aus dem Bildungshintergrund, aus der Tatsache, dass man Fremdsprachen beherrscht», sagte er der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» (Montagausgabe). Es gebe aber auch eine «ostdeutsche moralische Arroganz nach dem Motto: 'Ihr habt ja die Wende nicht mitgemacht.'» Beides führe nicht zusammen.
De Maizière betonte zugleich, er habe mit dem Begriff der «inneren Einheit» noch nie viel anfangen können. «Wenn innere Einheit hieße, dass wir alle die gleiche Mentalität haben sollen - die gleiche Ästhetik, den gleichen Witz -, dann wäre das ganz schlecht», sagte er. «Ich will nicht bestreiten, dass wir ökonomische Unterschiede haben - und zwar ganz massiv», fügte er hinzu. Aber auch zwischen Niedersachsen oder dem Saarland gebe es Unterschiede.
ddp/nat/fgr
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Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) beklagt eine wechselseitige Arroganz von West- und Ostdeutschen. «Es gibt eine westdeutsche Arroganz, die sich aus ökonomischer Überlegenheit speist, aus dem Bildungshintergrund, aus der Tatsache, dass man Fremdsprachen beherrscht», sagte er der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» (Montagausgabe). Es gebe aber auch eine «ostdeutsche moralische Arroganz nach dem Motto: 'Ihr habt ja die Wende nicht mitgemacht.'» Beides führe nicht zusammen.
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