(Berichtigte Neufassung - Korrigiert: Zahl der Polizisten im ersten Absatz) Bruch: Mehrbelastung für Polizei durch Wochenend-Veranstaltungen
03.07.2008 | 15:04 UhrMainz (ddp-rps). Wegen der zunehmenden Zahl von Veranstaltungen ist die rheinland-pfälzische Polizei immer häufiger auch an Wochenenden gefordert. «Die Alltagssituationen haben wir eigentlich ganz gut im Griff», sagte Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) am Donnerstag in Mainz. An den Wochenenden aber würden die Belastungen immer stärker. Mittlerweile würden regelmäßig 600 bis 700 Polizisten «durchs ganze Land geschickt», um bei Veranstaltungen Präsenz zu zeigen. So würden etwa beim Fußball Beamte nicht mehr nur zu Spielen der ersten und zweiten Bundesliga angefordert, sondern auch zu den Kreis- und Landesligen. Hinzu kämen zahlreiche Demonstrationen und andere Veranstaltungen.
Trotz dieser Belastungen bezeichnete Bruch die Personalausstattung der Polizei mit 9400 Beamten als gut. Er erwarte nicht, dass das Parlament eine Aufstockung des Personals genehmigen werde. Um aber auch in Zukunft genug Beamte zu haben, müsse die Rekrutierung und Ausbildung von Polizeibeamten vor allem angesichts anstehender Pensionierungswellen weiter konsequent fortgeführt werden. Jedes Jahr brauche man rund 300 neue Beamte, die die Ausbildung bei der Polizei beginnen.
Um die hohe Belastung der Beamten besser ausgleichen zu können, kündigte Bruch am Donnerstag an, 300 000 Euro mehr für die Abgeltung von Überstunden bereitzustellen. Mehrarbeit sei bei der Polizei unvermeidlich. «Wir sind eben an das gebunden, was passiert», sagte der Innenminister.
Neben den Herausforderungen durch mehr Veranstaltungen sieht Bruch weitere Zukunftsanforderungen für die Polizei etwa durch den technischen Fortschritt, den Ausbau des Digitalfunks sowie zunehmende Migration.
ddp/jsp/uge
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