Massive Versorgungslücken
17.05.2008 | 13:31 UhrFrankfurt/Main (ddp). Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) befürchtet für die Zukunft massive Versorgungslücken bei der Pflege von Demenzkranken. «Jedes Jahr erkranken 250 000 Menschen neu. Auf uns kommt eine menschliche Katastrophe zu, wenn wir das Thema weiter verdrängen», sagte von der Leyen der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Die Gesellschaft stehe vor riesigen Herausforderungen, da professionelle Dienste die Pflege der Erkrankten allein nicht leisten könnte. Ohne bürgerschaftliches Engagement vieler Freiwilliger bekomme man das Problem nicht in den Griff.
Von der Leyen warb daher für neue Netzwerke der Hilfe. «Es sind die jungen Alten, die sich einsetzen müssen, es ist meine Generation. Wir sind sehr viele. Wenn wir die sechzig überschritten haben, dann werden wir uns kümmern müssen», sagte die Ministerin. Wenn die ehrenamtlichen Strukturen heute nicht aufgebaut würden, «werden wir dramatisch scheitern, menschlich und ökonomisch».
Die CDU-Politikerin verlangte zudem, die Arbeitswelt so zu gestalten, dass Familie und Pflege miteinander vereinbar seien. «Der mittleren Generation muss es möglich bleiben, ihre eigenen Talente im Beruf zu entfalten und dennoch Verantwortung zu übernehmen für die Kinder - und eben auch für die Alten.»
(ddp)
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Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) befürchtet für die Zukunft massive Versorgungslücken bei der Pflege von Demenzkranken. «Jedes Jahr erkranken 250 000 Menschen neu. Auf uns kommt eine menschliche Katastrophe zu, wenn wir das Thema weiter verdrängen», sagte von der Leyen der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».
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