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(Zusammenfassung - Neu: Mehr Koch) Werben für Veränderung - Hessische CDU diskutiert auf 100. Parteitag Strategie für die Zukunft - Koch fordert Öffnung für Umweltthemen --Von Gisela Kirschstein-- (Mit Bildern)

17.05.2008 | 13:05 Uhr

Nach der Wahlniederlage vom Januar sucht die hessische CDU eine neue Strategie für ihre künftige Ausrichtung. Der CDU-Landesvorsitzende und geschäftsführende Ministerpräsident Roland Koch warb am Samstag auf dem 100. Landesparteitag in Offenbach für eine vorsichtige Öffnung seiner Partei für neue Themen und für junge Wähler. Der Absturz der Partei bei der Landtagswahl am 27. Januar sei eine «bittere Niederlage» für die Partei und ihn persönlich gewesen und die Partei in eine tiefe Krise gestürzt. «Der Zerfall war ein richtiges Risiko», sagte Koch. Die CDU müsse sich deshalb neu orientieren, weil die Situation das gebiete, warb er für ein Nachdenken über eine Zusammenarbeit mit den Grünen.

Offenbach (ddp-hes). Nach der Wahlniederlage vom Januar sucht die hessische CDU eine neue Strategie für ihre künftige Ausrichtung. Der CDU-Landesvorsitzende und geschäftsführende Ministerpräsident Roland Koch warb am Samstag auf dem 100. Landesparteitag in Offenbach für eine vorsichtige Öffnung seiner Partei für neue Themen und für junge Wähler. Der Absturz der Partei bei der Landtagswahl am 27. Januar sei eine «bittere Niederlage» für die Partei und ihn persönlich gewesen und die Partei in eine tiefe Krise gestürzt. «Der Zerfall war ein richtiges Risiko», sagte Koch. Die CDU müsse sich deshalb neu orientieren, weil die Situation das gebiete, warb er für ein Nachdenken über eine Zusammenarbeit mit den Grünen.

Die CDU war bei der Landtagswahl Ende Januar um zwölf Prozentpunkte abgestürzt und hat im neuen Landtag keine Mehrheit mehr. «Wir reden darüber nicht so gerne, wie wir es getan hätten, wenn wir auf dem 100. Parteitag eine bürgerliche Mehrheit gesehen hätten», sagte Koch. Nach dem Debakel vom Januar hätten manche Gegner und Beobachter «auf unseren politischen Zerfall» gehofft. «Es war ja nun auch wirklich verdammt gefährlich», räumte Koch ein. In der Niederlage habe er sich auch die Frage gestellt, «ob das der Zeitpunkt ist zu gehen». Die außergewöhnliche Geschlossenheit der hessischen CDU habe aber die Krise meistern lassen. «Ich stände heute nicht als hessischer Ministerpräsident vor ihnen, wenn es nicht die außergewöhnliche Geschlossenheit der hessischen CDU gäbe», sagte Koch.

Koch warb dann vor den 327 Delegierten für ein behutsames «Ausloten der Veränderung». Die CDU gebe nicht auf, und sie lasse «sich nicht das Rückgrat brechen», unterstrich Koch. Angesichts der schwierigen Situation im Landtag müsse aber auch die Union ausloten, wo sie sich bewegen könne. Er wisse, dass manchem in der Partei bei einem Gedanken an eine schwarz-gelb-grüne Jamaika-Koalition «das Blut in den Adern gefriert». Eine solche Zusammenarbeit aber nicht auszuloten sei «leichtfertig» und «Faulheit vor dem Wähler».

Koch warnte, die linken Parteien hätten einen «emotionalen Vorsprung» bei dem Thema, sich um die Sorgen der Menschen zu kümmern. Die CDU müsse hier besser werden und auch jüngere Wähler wieder besser ansprechen. Die CDU dürfe sich deshalb beim Thema Energie nicht in die Ecke der Verfechter der «industriellen Retorte» stellen lassen, warnte Koch. Es sei ja nicht so, dass die CDU keine neuen Wähler brauche. «Die schlimmste Strafe wäre die Wiederholung des Ergebnisses», fügte er hinzu.

Koch wollte sich am Nachmittag zur Wiederwahl als Landeschef der hessischen CDU stellen. Auch die übrige Landesspitze wird neu geordnet.

(Quellen: Koch am Samstag auf dem Parteitag in Offenbach)

ddp/gik/stu


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Nach der Wahlniederlage vom Januar sucht die hessische CDU eine neue Strategie für ihre künftige Ausrichtung. Der CDU-Landesvorsitzende und geschäftsführende Ministerpräsident Roland Koch warb am Samstag auf dem 100. Landesparteitag in Offenbach für eine vorsichtige Öffnung seiner Partei für neue Themen und für junge Wähler. Der Absturz der Partei bei der Landtagswahl am 27. Januar sei eine «bittere Niederlage» für die Partei und ihn persönlich gewesen und die Partei in eine tiefe Krise gestürzt. «Der Zerfall war ein richtiges Risiko», sagte Koch. Die CDU müsse sich deshalb neu orientieren, weil die Situation das gebiete, warb er für ein Nachdenken über eine Zusammenarbeit mit den Grünen.

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