Zeitung: USA finanzieren Tibet-Bewegung
17.05.2008 | 03:33 UhrMünchen (ddp). Die internationale Tibet-Bewegung erhält nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» erhebliche finanzielle Unterstützung aus Washington. Die private, aber von der US-Regierung ausgestattete Organisation «National Endowment for Democracy» (NED) zahlte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben allein 45 000 Dollar an das International Tibet Support Network, das unter anderem medienwirksame Proteste vor den Olympischen Sommerspielen koordiniert, zum Beispiel beim Fackellauf, schreibt das Blatt in seiner Samstagausgabe.
Geld des amerikanischen Staats fließt an jene tibetischen Gruppen, die die chinesische Regierung für aufrührerisch hält, heißt es in dem Bericht weiter. Das Verbindungsglied sei oft die Organisation NED. Allein im Jahr 2006 habe das Institut nach eigenen Angaben 293 000 Dollar an tibetische Gruppen gespendet, unter anderem an die Gu-Chum-Sum-Bewegung oder die Tibetan Women´s Association, denen Peking vorwirft, den Aufstand in Lhasa vor zwei Monaten mitgeplant zu haben.
Politisch sei diese finanzielle Unterstützung pikant, weil NED sein Geld wiederum größtenteils vom US-Kongress zugesprochen bekommt. Die Vereinigten Staaten finanzierten damit Aktionen, die Peking als destabilisierend oder im Vorfeld der Olympischen Spiele mindestens als rufschädigend empfinde. In einem Kongressbericht vom vergangenen Jahr hieß es laut Zeitung, NED habe in den 90er Jahren 20 Millionen Dollar für Projekte in China ausgegeben. Der Kongress habe in den vergangenen Jahren immer mehr Geld für Demokratieprogramme in China und Tibet bewilligt, zuletzt 2006 allein 23 Millionen Dollar.
(ddp)
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Die internationale Tibet-Bewegung erhält nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» erhebliche finanzielle Unterstützung aus Washington. Die private, aber von der US-Regierung ausgestattete Organisation «National Endowment for Democracy» (NED) zahlte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben allein 45 000 Dollar an das International Tibet Support Network.
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