32-Jähriger Student wegen Tötung seines Vaters vor Gericht: Wegen Tötung seines Vaters muss sich ein 32 Jahre alter Mann seit Dienstag vor dem Frankfurter Landgericht verantworten. Der psychisch kranke Student ist nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft im Juni vergangenen Jahres auf seinen Vater losgegangen, als dieser gerade auf dem Boden kniete und betete. Er habe auf ihn eingestochen, den Flüchtenden verfolgt und ihn weiter mit einem Messer attackiert.
Vergrößern 32-Jähriger Student wegen Tötung seines Vaters vor Gericht | Bild: © dapd

Franfurt/Main (dapd-hes). Der Vater starb wenig später während einer Not-Operation.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ist der 32-Jährige nicht schuldfähig, weil er an einer chronischen Schizophrenie leidet. Deshalb geht es vor dem Landgericht um die Frage, ob er dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden soll, weil er für die Allgemeinheit gefährlich ist.

Nach seiner eigenen Aussage leidet der Beschuldigte seit mindestens drei Jahren unter schweren Depressionen. Ein Medikament, das ihm von einem Arzt verschrieben worden war, habe er wegen der starken Nebenwirkungen abgesetzt.

Zur Tat wollte sich der 32-Jährige nicht äußern. Seinen Vater beschrieb er als einen tyrannischen Mann, der ihm wenige Tage vor der Bluttat gedroht habe, ihn von der Polizei abholen zu lassen. Der Vater sei streng und autoritär gewesen. Es habe immer wieder Konflikte gegeben, unter anderem wegen seines langen Studiums. Mit einem Urteil wird am Donnerstag (2. Februar) gerechnet.

dapd