Rund 25 000 Proben von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, Arzneimitteln und Kosmetika hat die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) im vergangenen Jahr untersucht. Davon seien rund 3000 Proben (12,2 Prozent) beanstandet worden, unter anderem wegen Kennzeichnungsverstößen oder Verunreinigungen, sagte LUA-Präsidentin Gerlinde Schneider am Mittwoch in Dresden bei der Vorstellung des Jahresberichts 2009. Als gesundheitsschädlich seien 83 Proben (0,33 Prozent) eingestuft worden. Beanstandet wurden insbesondere Verpackungsmaterialien, Bekleidung und Spielwaren.
Verbraucherschutzministerin Christine Clauß (CDU) riet insbesondere beim Erwerb von Nahrungsergänzungsmitteln über das Internet zur Vorsicht. Häufig seien diese irreführend gekennzeichnet. Schwerpunkte der Arbeit der Landesuntersuchungsanstalt waren neben Lebensmitteluntersuchungen und der Prüfung von Spielwaren die Diagnostik von Krankheitserregern bei übertragbaren Krankheiten und Untersuchungen zur Bekämpfung von Tierseuchen.
Den Angaben zufolge führte die LUA im vergangenen Jahr 1,2 Millionen veterinärmedizinische Untersuchungen durch, beispielsweise von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, aber auch bei Bienen und Heimtieren wie Reptilien. Das 2007 beschlossene Sektionsprogramm werde gut angenommen. Damit habe sich auch die Zahl der untersuchten Tiere wieder deutlich erhöht, sagte Schneider.
Das Sektionsprogramm kostet laut Schneider knapp eine Million Euro, die vom Freistaat und der Tierseuchenkasse finanziert werden. Es umfasst die Abholung, den Transport und die Untersuchung verendeter Tiere. Landwirte müssten einen geringen Eigenanteil von 35 Euro bezahlen. Mit dem Diagnostikprogramm wurden im vergangenen Jahr 765 Tiere untersucht, darunter 375 Rinder, 264 Schweine, 83 Schafe und Ziegen sowie 43 Pferde.
Geprüft wurden auch zahlreiche Karpfenbestände auf die sogenannte Koi-Herpesvirusinfektion, eine anzeigenpflichtige Tierseuche. Insgesamt 1254 Proben wurden getestet. In 32 Betrieben habe es positive Befunde gegeben. Dadurch habe es insbesondere in Ostsachsen einen Schaden von 230 000 Euro gegeben. 2008 waren 1059 Proben von Karpfenbeständen untersucht und 47 Betriebe positiv getestet worden.
Auch 7890 HIV-Untersuchungen wurden im vergangenen Jahr von der LUA durchgeführt. 85 Neudiagnosen seien 2009 in Sachsen registriert worden, so dass die Zahl der HIV-Infektionen auf 800 gestiegen sei. 2008 seien 79 Neudiagnosen festgestellt worden.
Zudem habe es 100 Nachweise auf Hepatitis Bilanz gegeben. Auf die Neue Influenza H1N1 wurden 3790 Proben untersucht. In 1125 Fällen sei der Virus nachgewiesen worden.
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