In den sechs Monaten seit ihrer Gründung sind bei der Zentralen Beschwerdestelle der Polizei in Sachsen-Anhalt (ZBP) mehr als 200 Klagen von Bürgern und Beamten über die Arbeit der Polizei eingegangen. Von den 222 Klagen hätten 203 von Bürgern gestammt, die sich gegen unfreundliche Beamte oder unzureichende Ermittlungen gewandt hätten, teilte das Innenministerium am Mittwoch in einer Bilanz für die ZBP mit, die nach eigenen Angaben deutschlandweit die erste derartige Einrichtung außerhalb des Polizeiapparats ist.
Am häufigsten (126 Mal) wandten sich die Bürger im Polizeibereich Sachsen-Anhalt Nord, zu dem die Landeshauptstadt Magdeburg gehört, an die Stelle. Jede fünfte Beschwerde wurde dort als unbegründet abgewiesen. In vier Fällen ergab sich bei der Überprüfung der Anfangsverdacht einer Straftat, in einem Fall hat ein Polizist möglicherweise seine Dienstpflicht verletzt. 19 Hinweise waren indes von Beamten selbst gekommen, die sich über den normalen Dienstweg hinaus an die Beschwerdestelle gewandt hatten.
Magdeburg (ddp-lsa)






























