Halle (dapd-lsa). Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozentpunkte auf aktuell 12,8 Prozent.
Im Januar meldeten sich 40.970 Menschen arbeitslos, 8.200 weniger als vor einem Jahr. 5.400 Menschen fanden laut Arbeitsagentur einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Der Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Kay Senius, sagte, der Anstieg der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar sei nicht ungewöhnlich. Gründe dafür seien winterbedingte saisonale Effekte, die sich an einem steigenden Arbeitslosenbestand etwa in Bauberufen zeigten. Zudem kämen weit weniger arbeitsmarktpolitische Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes zum Einsatz, sagte Senius.
12.300 Männer und Frauen arbeiteten den Angaben zufolge in Ein-Euro-Jobs, 4.300 weniger als im Dezember und 8.800 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitgeber meldeten 3.200 Stellen, was im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang um 22,5 Prozent bedeutet.
Die Arbeitslosenquoten waren in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich. Die höchsten Quoten wiesen die Landkreise Mansfeld-Südharz mit 16,6 Prozent und Stendal mit 16,3 Prozent auf. Unter dem Landesschnitt lagen dagegen die Börde, der Altmarkkreis Salzwedel, Harz, Jerichower Land, Saalekreis und der Landkreis Wittenberg.
Laut Arbeitsagentur beziehen 70 Prozent aller Arbeitslosen in Sachsen-Anhalt Hartz IV, im Januar waren dies 107.000 Menschen. Senius sagte, diese Menschen bräuchten mehr Beschäftigungschancen, um am normalen Leben teilhaben zu können. Er verwies aber auch darauf, dass in Sachsen-Anhalt mehr als 71.000 Erwerbstätige ergänzend Hartz IV beziehen würden.
dapd


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