Eine besondere Verantwortung des Menschen sieht Conrad auch gegenüber Nutztieren. Deshalb habe das Land Rheinland-Pfalz im Bundesrat einen Antrag zur Begrenzung der Dauer von Tiertransporten auf höchstens acht Stunden eingereicht, der bisher an der Mehrheit der Unions-geführten Länder gescheitert sei. Mit einer Verfassungsklage versuche man außerdem, die Kleingruppenhaltung von Legehennen zu verbieten. Diese Haltung biete pro Tier nur wenig mehr Platz als ein DIN-A-4-Blatt und sei deshalb nicht tierschutzgerecht, sagte Conrad.
Darüber hinaus fördert das Land den Tierschutz jährlich mit einem Preis für ehrenamtliches Engagement. Mit einem Wissenschaftspreis und Geldern für Forschungsprojekte wird die Erforschung von Ersatzmethoden für Tierversuche gefördert. Ein Fortschritt sei, dass an der medizinischen Fakultät in Mainz ab 2010 keine Frösche mehr seziert würden.
Ein gesteigertes Bewusstsein der Menschen in Rheinland-Pfalz für Tierschutz und Lebensmittelqualität habe dazu beigetragen, dass beim Tierschutz in den vergangenen zwei Jahren deutliche Fortschritte erzielt werden konnten, sagte Beck. Die Verbraucher hätten durch ihre Kaufentscheidung, beispielsweise für Bio-Eier, Druck auf die Industrie ausgeübt und viele zu einer Umstellung der Tierhaltung bewegt, sagte Conrad.
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