Perfekt: Adriano «Imperador» spielt für Flamengo: Rio de Janeiro (dpa) - Der brasilianische Fußball-Club Flamengo hat den kürzlich bei Inter Mailand ausgestiegenen Stürmer-Star Adriano unter Vertrag genommen.
Vergrößern Perfekt: Adriano «Imperador» spielt für Flamengo | Bild: ©

Rio de Janeiro (dpa) - Der brasilianische Fußball-Club Flamengo hat den kürzlich bei Inter Mailand ausgestiegenen Stürmer-Star Adriano unter Vertrag genommen.

Wie die Vereinsführung in Rio mitteilte, soll der 27-Jährige offiziell bei einer Pressekonferenz als neue Verstärkung vorgestellt werden. Der Club hatte bereits vergangene Woche von einer «99-prozentigen Einigung» gesprochen, nachdem ein Sponsor gefunden wurde, der im Gegenzug für die Bildrechte an Adriano große Teile seines Salärs übernimmt. Vertragsdetails wurden nicht mitgeteilt.

Flamengo-Präsident Márcio Braga, der nach einem Bericht des Internet-Portals «globo.com» wegen einer Herzoperation derzeit beurlaubt ist, ließ es sich nicht nehmen, die Einigung mit Adriano - «O Imperador» («Herrscher») - zu kommentieren. «Was für eine gute Nachricht. Adriano ist ein Super-Typ, der hier aufgewachsen ist, um die Welt gereist und nun zurückgekehrt ist, um hier "Imperador" zu sein», sagte Braga. Adriano selbst hatte zuletzt keinen Zweifel an seiner Vorliebe gelassen: «Ich habe unbändige Lust, dort (bei Flamengo) zu spielen.»

Adriano, gebürtiger Carioca, wie die Einwohner von Rio heißen, spielte bereits vor seiner Europa-Karriere bei Flamengo (2000/2001), wo er auch in der Jugend-Mannschaft seine ersten Tore schoss. Der Spieler war im April von einer Länderspiel-Reise mit der brasilianischen Seleção nicht zu Inter Mailand zurückgekehrt und hatte sich am 10. April in Rio erklärt. «Ich war unglücklich in Italien», räumte er damals frank und frei ein.

Hinzu kam wohl auch Liebeskummer, weshalb er den Rat alter Jugendfreunde in der Favela Vila Cruzeiro in Rio de Janeiro suchte, wo er aufwuchs. Bei Inter Mailand hinterließ Adriano offensichtlich kein böses Blut. Der italienische Spitzenclub hatte dem Spieler bei der Vertragsauflösung für «acht gemeinsame Jahre und 74 Tore» gedankt.