Köln (ddp). Die deutschen Tafeln fordern von der Politik mehr Engagement im Kampf gegen Armut. «Die Politik muss Lösungen dafür finden, dass Arbeit für jedermann da ist», sagte der Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Tafel, Gerd Häuser, am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin».
Vor dem am selben Tag beginnenden Bundestreffen der Tafeln forderte Häuser von der Politik einen Beauftragten im Kampf gegen Armut. «Daseinsfürsorge ist in erster Linie Teil der Politik und nicht der Tafeln.»
Auf ihrem Bundestreffen in Göttingen wollen die Deutschen Tafeln bis Samstag über ihre bisherige Arbeit sprechen. Erwartet werden auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (beide CDU), SPD-Chef Franz Müntefering sowie der Grünen-Politiker Jürgen Trittin.
Bei den rund 850 deutschen Tafeln arbeiten etwa 40 000 Ehrenamtliche. Sie verteilen jedes Jahr mehr als 130 000 Tonnen Lebensmittel. Pro Tag werden dadurch fast eine Million Menschen versorgt.
(ddp)


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