Frankfurt/Main (ddp). Moderatorin Amelie Fried will mit den Gästen ihrer neuen ZDF-Literatursendung sanfter umspringen als ihr Kollege Marcel Reich-Ranicki. «Ich hätte zu viel Scheu davor, die Arbeit eines Autors in die Tonne zu treten», sagte sie der «Frankfurter Rundschau» (Donnerstagausgabe). Auch wenn sie selbst «nur Unterhaltungsliteratur» schreibe, wisse sie, was das für eine Leistung sei. Daher respektiere sie auch die Arbeit anderer Autoren, sagte die Verfasserin des Romans «Traumfrau mit Nebenwirkungen».
Der Ausdruck «Frauenroman» wird Fried bei der am 19. Juli beginnenden Sendung «Die Vorleser» nicht über die Lippen kommen. «Ich finde diesen Begriff blöde, diskriminierend und vor allem unsachlich», sagte die Nachfolgerin von Elke Heidenreich. Offenbar werde die Bezeichnung immer dann angewandt, «wenn ein Buch von einer Frau geschrieben ist, wenn Frauen drin vorkommen oder Frauen das Buch lesen».
Werke wie ihre eigenen Bücher will Fried hingegen in der Sendung nicht behandeln, da die «meistens sowieso in die Bestsellerliste» kämen. «Ich möchte kleinen, feinen Büchern helfen, die es nicht so leicht haben, sich durchzusetzen», sagte die 50-Jährige.
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